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Erwerb von Wohnungseigentum - Eigentum an Wohnungen

„Erwerb von Wohnungseigentum“ - Eigentum an Wohnungen (Serie – 2. Teil)

Ein Artikel von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Alexander Bredereck, und Rechtsanwältin Anja Mlosch.

Sie lesen Teil 2 der Artikelserie „Erwerb von Wohnungseigentum“, die Fortsetzungen erscheinen in loser Folge in den nächsten Wochen.

2. Eigentum an einer Wohnung

Der Erwerb von Eigentum an bestimmten Gebäudeteilen (z.B. Wohnungseigentum oder Eigentum an einem Ladenlokal) erfordert verschiedene gesetzliche Voraussetzungen:

Zunächst muss Wohnungseigentum begründet werden, bevor einzelne Wohnungen der Immobilie veräußert werden können. Als Wohnungseigentum wird das Sondereigentum (an einer bestimmten Wohnung) in Verbindung mit dem dazugehörigen Miteigentumsanteil am Gemeinschaftseigentum verstanden.

Zum Sondereigentum zählen zum Beispiel die Räume einer Wohnung, Garage, Stellplatz, abgetrennter Keller etc.

Das Gemeinschaftseigentum umfasst das Grundstück sowie Teile, Anlagen und Einrichtungen des Gebäudes, die nicht im Sondereigentum stehen (Bsp.: Treppenhaus, Aufzug, Flur etc.)

Zur Begründung von Wohnungseigentum sind im Wohnungseigentumsgesetz (WEG) zwei Möglichkeiten vorgesehen: Vertragliche Vereinbarung oder Tilgungserklärung.

1. Vertrag: Grundstück und Immobilie im Eigentum mehrerer Miteigentümer:

Die Miteigentümer können nach § 3 WEG das Miteigentum per Vertrag beschränken. Demnach ist eine Vereinbarung möglich, nach der den einzelnen Miteigentümern Sondereigentum an einer Wohnung oder auch an „nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen“ eingeräumt werden kann.
Dies setzt jedoch voraus, dass die Wohnungen oder sonstigen Räume in sich abgeschlossen sind (§ 3 Abs. 2 WEG).

2. Tilgungserklärungen – Grundstück und Immobilie im Eigentum eines Alleineigentümers

Nach § 8 WEG ist es dem Alleineigentümer möglich, durch Teilung in Form einer Teilungserklärung gegenüber dem Grundbuchamt Wohnungseigentum zu begründen.
Da § 8 WEG auf die oben beschriebene Regelung des § 3 Abs. 2 WEG verweist, ist auch bei der Teilungserklärung erforderlich, dass die Wohnungen oder sonstigen Räumen in sich abgeschlossen sind.

Die Serie wird fortgesetzt. Die gesamte Serie finden Sie hier: www.mietrechtler-in.de

Ein Beitrag von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck und Rechtsanwältin Anja Mlosch, Berlin und Essen.


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Serie wird fortgesetzt mit Teil 3: Form und Eintragung des Wohnungseigentums im Grundbuch