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Erwerb von Wohnungseigentum - Teilungserklärung und Begründung von Wohneigentum oder sonstigem Teileigentum vor Baubeginn

„Erwerb von Wohnungseigentum“ – Teilungserklärung u. Begründung von Wohneigentum oder sonstigem Teileigentum vor Baubeginn (Serie – 6. Teil)

Ein Artikel von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Alexander Bredereck, und Rechtsanwältin Anja Mlosch, Berlin und Essen.

Sie lesen Teil 6 der Artikelserie „Erwerb von Wohnungseigentum“, die Fortsetzungen erscheinen in loser Folge in den nächsten Wochen.

6. Teilungserklärung und Begründung von Wohneigentum oder sonstigem Teileigentum vor Baubeginn

Die angeführten Regelungen hinsichtlich des Entstehens von Wohnungseigentum gelten auch dann, wenn ein Gebäude auf dem Grundstück noch gar nicht errichtet ist, sondern erst errichtet werden soll. Voraussetzung ist dann, dass ein Aufteilungsplan vorgelegt wird, aus dem sich die zu errichtenden Wohnungseinheiten sowie die Abgeschlossenheit der einzelnen Sondereigentumseinheiten genau entnehmen lässt.

Diese Konstellation wird auch im WEG ausdrücklich erwähnt.
Beispielsweise in:

§ 3 WEG
Vertragliche Einräumung von Sondereigentum

(1) Das Miteigentum (§ 1008 des Bürgerlichen Gesetzbuches) an einem Grundstück kann durch Vertrag der Miteigentümer in der Weise beschränkt werden, dass jedem der Miteigentümer abweichend von § 93 des Bürgerlichen Gesetzbuches das Sondereigentum an einer bestimmten Wohnung oder an nicht zu Wohnzwecken dienenden bestimmten Räumen in einem auf dem Grundstück errichteten oder zu errichtenden Gebäude eingeräumt wird.

(2) Sondereigentum soll nur eingeräumt werden, wenn die Wohnungen oder sonstigen Räume in sich abgeschlossen sind. Garagenstellplätze gelten als abgeschlossene Räume, wenn ihre Flächen durch dauerhafte Markierungen ersichtlich sind.

und in

§ 8 WEG
Teilung durch den Eigentümer

(1) Der Eigentümer eines Grundstücks kann durch Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile in der Weise teilen, dass mit jedem Anteil das Sondereigentum an einer bestimmten Wohnung oder an nicht zu Wohnzwecken dienenden bestimmten Räumen in einem auf dem Grundstück errichteten oder zu errichtenden Gebäude verbunden ist.

(2) Im Falle des Absatzes 1 gelten die Vorschriften des § 3 Abs. 2 und der §§ 5, 6, § 7 Abs. 1, 3 bis 5 entsprechend. Die Teilung wird mit der Anlegung der Wohnungsgrundbücher wirksam.


Die Serie wird fortgesetzt. Die gesamte Serie finden Sie hier: www.mietrechtler-in.de

Ein Beitrag von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck und Rechtsanwältin Anja Mlosch, Berlin und Essen.

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