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Abmahnung wegen Lärmbelästigung erhalten? Fünf Punkte, die Mieter beachten sollten

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Ein Artikel von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Wer eine Abmahnung wegen angeblicher Lärmbelästigungen von seinem Vermieter erhält, sollte die Sache ernst nehmen. Im Zweifel drohen eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses und damit der Verlust der Wohnung. Doch was genau ist zu beachten?

1. Lärmbelästigungen einstellen

Sind die Beschwerden berechtigt, sollte man unbedingt künftig die Belästigungen vermeiden. Es gilt insbesondere, die gesetzlichen oder im Mietvertrag (Hausordnung) vereinbarten Ruhezeiten einzuhalten. Manchmal ist es auch sinnvoll, auf den Mitmenschen zuzugehen und den Streit vielleicht bei einer Flasche Rotwein beizulegen.

2. Zeugen suchen

Sind die Beschwerden unberechtigt, sollte man sich Zeugen suchen. Idealerweise sind das Nachbarn, die bestätigen können, dass man sich ruhig verhält. Damit kann man der Hausverwaltung von Anfang an signalisieren, dass man nicht selbst das Problem ist, sondern der angeblich Gestörte.

3. Professionelles Anwaltsschreiben

Gerade bei Abmahnungen hilft es häufig, sofort mit dem Anwalt zu reagieren. Man signalisiert dann der Hausverwaltung, dass sie es gar nicht erst mit einer Kündigung probieren sollte. Das hilft jedenfalls bei den Hausverwaltungen, die mit Einschüchterung und Drohungen arbeiten.

4. Eigenmächtige Räumungen des Vermieters sind Hausfriedensbruch

Wenn es wirklich zu einer Kündigung kommt: keine Panik. Sie bleiben einfach in der Wohnung. Der Vermieter muss zunächst Räumungsklage erheben. Wenn der Vermieter sich gewaltsam selbst in den Besitz der Wohnung setzt, indem er zum Beispiel das Schloss austauscht, begeht er in der Regel einen strafbaren Hausfriedensbruch. Man kann als Mieter sofort die Polizei holen. Mit Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung vor dem Amtsgericht kann man auch umgehend dafür sorgen, wieder zurück in die Wohnung zu kommen.

5. Formale Anforderungen an Kündigungen

Die Anforderungen auch in formaler Hinsicht an eine Kündigung wegen Lärms sind nicht ganz unerheblich. Insbesondere müssen die Kündigungsgründe in der Kündigung ausreichend beschrieben werden. In der Regel sind vorherige Abmahnungen notwendig. In der Praxis scheitern viele derartige Kündigungen schon an dem Fehlen einer Abmahnung bzw. an Formvorschriften.

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck vertritt Mieter und Vermieter im Zusammenhang mit Ruhestörungen bundesweit. Wir haben hier ein Vorgehen entwickelt, wie wir die Ansprüche effektiv sichern und durchsetzen. Sie erreichen Fachanwalt Bredereck unter 030/40004909 oder per E-Mail unter berlin@recht-bw.de.

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