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Lärm durch Bauarbeiten in der Nachbarschaft - das sollten Mieter berücksichtigen

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Ein Artikel von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Gerade in wachsenden Großstädten kommt es häufig durch Bauarbeiten zu erheblichen und lang anhaltenden Belästigungen der Mieter. Wenn die Bauarbeiten vom Vermieter ausgehen, sind Ansprüche in der Regel gegeben. Problematischer ist es aber, wenn Dritte in der Nähe des Hauses bauen. Das sollten Mieter wissen:

1. Herausfinden, wer baut

Zunächst sollte immer geklärt werden, wer eigentlich der Verursacher des Lärms ist. Ist das nicht der Vermieter, bestehen nicht ohne weiteres Ansprüche gegen den Vermieter.

2. Baulückenrechtsprechung

Die Rechtsprechung geht teilweise davon aus, dass man bei Baulücken im Innenstadtbereich als Mieter immer mit einer Bebauung rechnen muss. Allein deshalb soll eine Mietminderung bei später tatsächlich auftretenden Bebauungen ausscheiden. Ich halte diese Rechtsprechung für falsch. Trotzdem sollten Mieter diese Problematik im Auge behalten.

3. Miete nicht einfach mindern

Gerade vor dem Hintergrund der oben zitierten Rechtsprechung ist es sehr gefährlich, die Miete einfach eigenmächtig einzubehalten. Mieter riskieren hier eine Kündigung wegen Zahlungsverzugs. Sinnvoll ist es daher immer, die Miete unter Vorbehalt weiterzuzahlen und die überzahlte Miete vom Vermieter zurückzufordern.

4. Führen Sie das Lärmtagebuch bereits bei Beginn der Störungen

Viele Mieter beginnen ein Tagebuch immer erst dann, wenn die Belästigungen unerträglich sind. Das ist zu spät. Beginnen Sie sofort bei Beginn der Beeinträchtigungen.

5. Sofortige Mängelanzeige

Um auch die Ansprüche gegen den Vermieter zu sichern, sollten diesem gegenüber die Belästigungen immer sofort angezeigt werden.

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck vertritt Mieter und Vermieter im Zusammenhang mit Ruhestörungen bundesweit. Wir haben hier ein Vorgehen entwickelt, wie wir die Ansprüche effektiv sichern und durchsetzen. Sie erreichen Fachanwalt Bredereck unter 030/40004909 oder per E-Mail unter berlin@recht-bw.de.

16.2.2016

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