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Bestellerprinzip der Mietpreisbremse: Maklerlohn unter Umständen auch weiter vom Mieter zu zahlen?

Fachanwalt Mietrecht Berlin

Ein Artikel von Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Seit dem 1.6.2015 gelten die Regelungen der Mietpreisbremse bezüglich der Maklergebühren. Die Bestellung des Maklers wurde bisher in der Regel vom Vermieter übernommen, der Mieter musste dann bei erfolgreicher Vermittlung die Kosten für den Makler zahlen. Nun gilt das sog. Bestellerprinzip, wonach derjenige, der den Makler bestellt, ihn auch bezahlen muss. Daraus ergibt sich, dass in der Zukunft in erster Linie der Vermieter den Makler zu bezahlen hat.
Es sind allerdings auch Ausnahmefälle denkbar: Beauftragt der Mieter den Makler und nimmt dieser dann auch wirklich seine Arbeit auf, etwa durch das Schalten von Anzeigen, um eine entsprechende Wohnung zu finden, könnte man auch weiterhin zu einer Zahlungspflicht des Mieters kommen.

Demgegenüber gilt etwas anderes, wenn der Makler nur eine Wohnung aus seinen Bestandskarteien für den Mieter auswählt und vermittelt. Damit der Makler auch in der Zukunft seinen Lohn erhalten kann, muss er tatsächlich aktiv werden, um eine Wohnung für den Mieter zu finden.

Dass die Mietpreisbremse außerdem auch eine Begrenzung der Höhe des Maklerlohns vorsieht, dürfte das Geschäft für die Makler nicht einfacher machen. Zudem muss der Makler befürchten, dass aufgrund der nunmehr sehr mieterfreundlichen Gesetzeslage im Bereich Wohnungsmaklerrecht eine spätere Durchsetzung des Maklerlohns vor Gericht sehr kompliziert wird. Das vielfach angekündigte Maklersterben in diesem Bereich wird wohl also tatsächlich so eintreten.

1.6.2015

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