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Feuchtigkeit und Schimmel im Keller: kein Minderungsrecht oder Schadensersatzanspruch des Mieters

Urteil des Landgerichts Ansbach vom 11. August 2014 - 1 S 228/14

Schimmelpilz nach Einbau dichtschließender Fenster - zum Minderungsrecht des Mieters

Urteil des Landgerichts Gießen vom 02. April 2014 – 1 S 199/13

Schimmelpilz: Pflicht des Mieters zur Anzeige von Mängeln bei Kenntnis des Vermieters von Feuchtigkeitsschäden eingeschränkt

Beschluss des Bundesgerichtshofsom 18. März 2014 – VIII ZR 317/13

Das Arbeitsgericht Charlottenburg entschied in einem Urteil vom 9.7.2007 (Aktenzeichen: 203 C 607/ 06), dass ein Mieter, dessen Familienmitglieder nachweislich wegen der Folgen gesundheitsschädlicher Schimmelspuren ärztlich behandelt werden mussten, die Miete um bis zu 100 % mindern durfte. In dem Fall konnte der Mieter zahlreiche Mietzahlungen wegen des Schimmels vom Vermieter zurückfordern.

Volltext:

http://www.juris.de/jportal/portal/t/wyp/page/jurisw.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE557522007%3Ajuris-r03&doc.part=L&doc.price=0.0&doc.hl=1#focuspoint

Praxistipp vom Fachanwalt: In den meisten Fällen ist es besser, die Miete unter Vorbehalt zunächst voll weiterzuzahlen, nachdem Sie den Schimmelbefall beim Vermieter angezeigt haben. Eine Minderung kommt nämlich regelmäßig nur dann in Frage, wenn der Schimmel toxisch ist. Dies ist nicht immer der Fall.

In einem Urteil vom 8.3.2007 (Aktenzeichen 31 S 14459/06) entschied das Landgericht München I, dass den Mieter an einem Schimmelbefall in der Wohnung keine Schuld oder Mitschuld trifft, wenn der Vermieter nicht ausführlich über ein ordnungsgemäßes Heiz- und Lüftungsverhalten aufgeklärt hat.

Volltext:

http://www.juris.de/jportal/portal/t/yzp/page/jurisw.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE726952007%3Ajuris-r00&doc.part=L&doc.price=0.0&doc.hl=1#focuspoint

Praxistipp vom Fachanwalt: Broschüren über korrektes Heiz- und Lüftungsverhalten sind im Internet erhältlich. Ob das Verhalten, welches in den Broschüre empfohlen wird, für Sie rechtliche Folgen hat bzw. welche Folgen das hat, können wir in einem Beratungsgespräch beantworten. Bitte rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Beratungsgespräch mit unseren Fachanwälten für Miet- und Wohnungseigentumsrecht.

Das höchste Berliner Zivilgericht, das Kammergericht, entschied in einem Urteil vom 25.9.2006 (Aktenzeichen: 12 U 118/05), dass wiederholte Schimmelbildung an Einbaumöbeln alleine keinen Mietmangel begründen kann, solange eine erhöhte Schimmelkonzentration in der Luft oder eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht nachgewiesen werden kann.

Volltext:

http://www.juris.de/jportal/portal/t/zrq/page/jurisw.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=1&numberofresults=1&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE212522006%3Ajuris-r03&doc.part=L&doc.price=0.0&doc.hl=1#focuspoint