Fachanwalt Mietrecht Berlin ++ Mietrecht Berlin Kündigung Abfindung ++ Rechtsanwalt Mietrecht ++ Beratung Mietrecht ++ Eigenbedarfskündigung
Home

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Alexander Bredereck, Berlin-Prenzlauer Berg zum Schimmelpilz.

Nach Austausch der alten Doppelkastenfenster gegen moderne Isolierglasfenster treten häufig Schimmelpilzbildungen auf. Muss der Vermieter auf die Notwendigkeit eines geänderten Heiz- und Lüftungsverhaltens extra hinweisen?

Wenn der Vermieter Holzfenster gegen isolierverglaste Kunststofffenster austauscht, besteht häufig die Gefahr, dass sich Schimmelpilze in der Wohnung bilden. Dem kann nur durch ausreichende Belüftung begegnet werden. Der Vermieter muss nach einer Entscheidung des Landgerichts München I (Urteil vom 8.3.2007, Az. 31 S 14459/06) den Mieter über ein zu änderndes Heiz- und Lüftungsverhalten konkret aufklären. Hierbei darf er kein unzumutbares Verhalten verlangen. Das Verlangen nach einen zwei- bis dreimaligen Stoßlüften (fünf Minuten bei weit geöffneten Fenstern) dürfte für den Mieter noch zumutbar sein.

In der Rechtsprechung ist bislang ungeklärt, welche Verpflichtungen die 2009 veröffentlichte Lüftungsnorm DIN 1946-6 dem Vermieter auferlegt. Soweit ersichtlich (Stand Juli 2011) gibt es keine veröffentlichte Gerichtsentscheidung darüber, ob eine Wohnung mangelhaft ist, wenn der Vermieter die Vorgaben der Lüftungsnorm DIN 1946-6 nach einem Einbau von modernen Isolierglasfenstern nicht beachtet hat. 

Tipp Mieter: Kommt es zu Streitigkeiten über Feuchtigkeit in der Wohnung, muss der Mieter regelmäßig ein ordnungsgemäßes Lüftungsverhalten vortragen. Hierfür ist es erforderlich, dass er vortragen kann, zwei- bis dreimal am Tag sämtliche Fenster der Wohnung für fünf Minuten weit geöffnet zu haben. Hierfür sollten ggf. auch Zeugen benannt werden können. Insbesondere nach dem Einbau von Isolierglasfenstern kommt es in Wohnungen, die im übrigen an der Fassade nicht isoliert werden, häufig zu Feuchtigkeitsschäden und Schimmelpilzbildung. Der Schimmel ist oft erst zu erkennen, wenn sich die betroffenen Flächen verfärben. Bereits erheblich früher, kann eine Gesundheitsgefährdung durch auffliegende Sporen entstehen.

Tipp Vermieter: Es ist äußerst zweckmäßig, im Mietvertrag bzw. in der Hausordnung eine genaue Regelung zur Beheizung und Lüftung der Wohnung aufzunehmen. Nach Durchführung von Modernisierungen sollten Mieter (nachweislich!) auf ein künftig zu änderndes Lüftungsverhalten hingewiesen werden.

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Alexander Bredereck, Berlin
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

Lage der Kanzlei in Berlin Prenzlauer Berg

Unsere Berliner Kanzlei mit dem Schwerpunkt Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht: in zentraler Lage in Berlin-Prenzlauer Berg an der Prenzlauer Allee unweit des S-Bahnhofs Prenzlauer Allee, nur einen Häuserblock entfernt von der Danziger Straße.

In der Nähe der Kanzlei befindet sich das Zeiss-Großplanetarium an der Prenzlauer Allee; der Fröbelpark liegt direkt gegenüber.

Unsere Kanzleiräume befinden sich im 1. Obergeschoss. 

Öffentliche Verkehrsmittel:

Tram-Haltestelle Prenzlauer Allee/Danziger Str.: Tram M2, M10
S-Bahnhof Prenzlauer Allee: Ringbahn S41, S42; S8, S85, S9
Tram-Haltestelle Fröbelstr.: Tram M2

Vom Alexanderplatz: In 7 Minuten mit der Tram M2

Alexander Bredereck
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht 

Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
Tel.: 030-4000 4999
Fax: 030-4000 4998
Berlin@remove-this.recht-bw.de